Donnerstag, 30. November 2017

Nein, danke, isch möschte nischt meer.

Jopp. Als Schüler oder Student war das Termine finden fürs Rollenspiel leicht. Als Erwachsener mit rasch dahingleitendem Leben? Nicht so sehr.

Deswegen ist es immer toll, wenn dann der Termin festgeklopft werden kann, einmal im Monat ist schon ehrgeizig. Es erfordert, daß sich die Leute zusammenreißen. Und es ist alles andere als einfach.
Nicht so toll. Geburtstagsbrunch vom Bruder (gefühlt 1 x alle hundert Jahre) und der fängt um 10 an. Ich liebe gemütliche Brunchs und 3 Stunden sind schon etwas knapp für gemütlich. Aber zur Not.
Da ist ne Geburtstagsfeier von 'ner lieben Kollegin, aber ich kann vielleicht absagen. 
Ja. Das sind authentische Zitate. Das motiviert als SL, wenn man den Termin schließlich gebacken kriegt. Da hängt man sich rein, auch wenn man als SL gesagt hat, man habe eigentlich für die nächsten Monate keine Zeit, und muß dann doch einspringen. Was nicht motiviert in diesem Falle, ist das Nachspiel. Wenn der Spieler, der es nun gar nicht nötig zu haben scheint, in das hauseigene Terminboard zu schauen, nach mühsamer Terminfindung kurz mitteilt.
Ich verschwinde zwischendrin für ein paar Stunden auf den Weihnachtsmarkt, um mich mit ein paar Freunden zu treffen.
Nope. Du verschwindest nicht "für ein paar Stunden". Du verschwindest ganz oder gar nicht, ersteres auf Dauer, falls da Unklarheiten bestehen sollten. Ich habe keinen Bock mehr auf diese Sperenzien. Später kommen kann ich verstehen. Früher gehen auch noch. Mag ich beides nicht, kann aber passieren und wird bei der Terminfindung kommuniziert und dann möglichst vermieden (so man sich zur Teilhabe nicht zu fein ist). Aber zwischendrin gehen wollen (nicht müssen) und das mal im Nachgang in den Raum werfen?! Nein, danke, isch möschte nischt meer.

Hab ich wirklich nicht nötig.

1 Kommentar:

Athair hat gesagt…

... ja dieses "früher als Schüler oder Student war es einfach" ließt man häufig. Vergessen wird dabei regelmäßig: Es kommt nicht auch die Lebensphase drauf an, sondern auf die Anzahl und Umfang der Verpflichtungen, die vorgehen. Anders gesagt: Weder damals und schon gar nicht heute war es für Studiernde & Co. per se einfach.

Abgesehen davon:
Ich bin jetzt dazu übergegangen die Hürden für die Mitspielenden hochzuschrauben. Einfach, weil ich will, dass die Leute vor und zwischen den Spielsitzungen Zeit investieren und die potentiellen Spieltermine gewissenhaft mit ihrem Kalender abgleichen.

Das hat mehrere Vorteile:
1) Wer die Grundvoraussetzungen (rechtzeitiger Doodle-Eintrag, gewisse Vorarbeiten, ...) nicht hinbekommt, ist vorab raus.
2) Die eigene investierte Energie verhindert, dass die Leute leichtfertig absagen.
3) Die Leute sehen und schätzen den SL-Aufand eher.
4) Die Leute sind mehr beteiligt, weil sie über "Hausaufgaben" wie "tell me about your character's family" an der SL-Vorbereitung partizipieren und als Ideen-Geber fungieren.

... bin mal gespannt wie's läuft. Da die Runde in der Konstellation noch nie zusammengekommen ist, ist es auch einfacher die Regeln als Bedingungen der SL zu etablieren. Bei ner bestehende Runde wäre das ungleich schwieriger.

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