Donnerstag, 21. April 2016

Dienstag, 19. April 2016

Lebenszeichen: Molari.

  • 4 cl Rum, Weiß
  • 4 cl Wodka
  • 6 cl starker Kaffee
  • 6 cl Vollmilch oder Sahne
  • 4 cl Zuckersirup
  • ¼ von den kleinen Fläschchen Vanillearoma

Im Shaker auf viel Eis schütteln und straight up in Likorkelchen kredenzen. Ergibt vier Portionen und einen Schluck für den Mixer. Ein (hoffentlich irgendwann mal) klassischer Afterdinner Sweet. Protipp: Mit einem Eiweiß wird der Drink seidiger, mit einem Eigelb gehaltvoller (vorquirlen) und wer eine Katastrophe möchte, nimmt ein ganzes Ei.

(Ja, der Blog lebt noch, ich bin derzeit nur heftig eingespannt.)

Freitag, 1. April 2016

Wupps! Der erste im April: Genschman ist tot.

Die FDP verliert ihre Granden. Der ehemalige Daueraußenminister Hans-Dietrich Genscher ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Reigen der wegsterbenden Gesichter meiner Jugend für April ist hiermit eröffnet. Wer ist noch auf der Liste? Kohl?

Freitag, 25. März 2016

Unterwasser-Anarchisten

Momentan spiele ich nebenbei ein bißchen mit den Regeln im Savage Worlds Science Fiction Compendium herum. Dabei teste ich die einzelnen Erweiterungsmodule etwas aus, um zu sehen, ob sie für meine Zwecke geeignet sind.

Heute habe ich ein wenig den Weltengenerator getestet, mit dem man Zufallsplaneten erschaffen kann. Wer den sehr koordinierten, vernetzten Ansatz der alten Traveller-Gegenstücke kennt, dem graust es hier zunächst: Zehn Tabellen werden einfach runtergewürfelt, von Atmosphäre über Sitten bis zum Raumhafen. Eine Vernetzung findet kaum statt.

Entsprechende Ergebnisse kriegt man dann halt auch teilweise heraus. Mein Prachtstück bei sechs Testläufen:

Ein riesiger Planet ohne Atmosphäre, aber extrem wasserreich. Durchschnittstemperatur -89 Grad. Sehr dicht besiedelt von einer anarchistischen Gesellschaft mit allerdings totalitären Gesetzen. Tech-Level ist Renaissance, aber hey, dafür haben wir einen mittleren Raumhafen.

"Schwachsinn" war die erste Reaktion. Natürlich - wie so oft - verkehrt. Das ist Traveller-Denke, und vor mir liegt ein Savage Worlds Compendium. Viel weiter auseinander geht kaum. Bei (Classic) Traveller ist so eine Welt zufällig zu erschaffen ausgeschlossen.

Bei Savage Worlds hingegen gilt es zu erkunden, wie diese wahrhaft Wilde Welt zu lesen ist.

Die Welt hatte eine Atmosphäre, sie wurde aber bei einem großen Krieg mit irgendwelchen abgefahrenen Waffen vor Jahrtausenden zerstört. Die Wasserwelt gefror zu einer Eiswelt, aber die unterseeischen Megaplexe habe das überstanden, und die gigantischen Maschinen der Städte arbeiten noch immer.

Die Gesellschaft der Überlebenden hat sich jedoch zurückentwickelt in ein anarchistisches Gangland à la Mad Max, aber ohne Feuerwaffen und KfZ. Es gilt zwar Faustrecht (Anomie als die negative Ausprägung der Anarchie), aber die Priester der Maschinen sorgen auf der anderen Seite für einen Ausgleich zwischen den Clans mit einer Art Thing-Struktur und sozialen Normen, die sehr vieles regeln. Den Widerspruch zwischen Anarchie/Anomie und strenger Gesetzesordnung aufzulösen ist nicht einfach.

Der Raumhafen ist eine alte, vollautomatisierte Orbitalstation, ein Relikt aus den untergegangenen Tagen. Davon gibt es etliche im Orbit, auch größere, aber nur diese eine ist noch funktionsfähig.

Nach kurzem Nachdenken finde ich Emerald-VII durchaus interessant.

Freitag, 18. März 2016

R,I.P. Guido Westerwelle

Guido Westerwelle ist tot, mit 53 Jahren. Krebs. Ich war niemals ein Freund seiner Partei, seiner Politik oder auch nur seiner Person. Zu eklig Äußerungen wie die "spätrömische Dekadenz", zu fremdschamhaft sein "Projekt 18", zu abstoßend das Sozialbild der Partei, die er leitete.

Aber er hat für den einzigen außenpolitischen Lichtblick Deutschlands in den finsteren Jahren seit 2003 gesorgt: Er hat durchgesetzt, daß wir uns raushalten aus dem dreckigen Krieg des Westens in Libyen.

Das war politisch und moralisch richtig. Geht also. Das kann ihm keiner mehr nehmen.

Außerdem verstorben: Lothar Spaeth, meiner Generation erinnerlich als Mann der gegen Helmut Kohl als Tiger sprang und als Bettvorleger landete. Und Swing-Klarinettist Hugo Strasser, im allerdings wenig überraschenden Alter von 93 Jahren. 

Donnerstag, 17. März 2016

Rest in... you know what? Screw it.

Der Nekrolog geht weiter. Frank Sinatra Jr. ist verstorben. Der jüngeren Generation vielleicht bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Seth McFarlane bei Family Guy, wo zwei Big-Band-Geschmäcker sich trafen, die Holden Caulfield als "corny brass" beschimpft hätte.

Er starb im Alter von ~ 80 Jahren. Hier ein Video von ihm und seiner Schwester Nancy. Somewhat creepy.

Mittwoch, 16. März 2016

Astralsaft. Astralsaft war die Lösung.

Erste Testrunde von Hic Sunt Dracones mit Anfängercharakteren überstanden. Angetreten waren drei Spieler mit vier Charakteren, einem Zauberkundigen, einem Jäger, einem Kämpfer und einem Geisterseher. Alle Stufe 1, alle ein wenig (genau 2 TP) robuster als die üblichen BEAM-Charaktere.

Am Ende der fünf Stunden war die Aufgabe nicht gelöst und drei Spieler hatten erfahren, daß man sich Erfolge im Old School Spiel nicht holt, sondern erarbeitet. Durch Zornhaus mittlerweile klassische LabLord-Erfahrung, die ich ihnen vorher anempfohlen hatte, waren sie halbwegs auf das vorbereitet, was da ihrer harrte.

Tote gabs trotzdem.

Das Abenteuer war Standardkost. Wildgewordene Hobbitconans auf Reitschweinen schlachten im Grenzgebiet Karawanen ab. Machen sie doch sonst auch nicht. Gehet hin, findet sie und löset das Problem. Das ist ein ziemlicher Brocken für Anfängercharaktere, aber was ist die Alternative? Ratten in einer Mühle erschlagen? Wenn ich grinden will, spiel ich cRPG oder MMORPG.

Mittwoch, 9. März 2016

"Bringt heraus die Toten."

Und der erste im März für die Grube: George Martin ist gestorben, im Alter von 90 Jahren. Der gute Mann hat mit den Beatles deren revolutionären Sound erfunden und perfektioniert. Jetzt sind also von den sieben Männern, die man insgesamt als Beatles bezeichnen kann, nur noch zwei am Leben.

Sonntag, 6. März 2016

Meine Begegnung mit... Beyond the Wall

Momentan stellt Beyond the Wall so einen kleinen Hype in der deutschsprachigen Internet-Community dar. Das geht soweit, daß es jetzt sogar mittels Krautfander eines neuen Verlags ins Deutsche übersetzt werden soll. (Aside: Wobei Hype auslösen in der deutschen Community ja relativ einfach ist - ich hab so fast mal verursacht, als ich im T! ein Bild des Zeugs gepostet habe, das ich so für meinen Privatgebrauch baue ;)).

Ein Klon, ein Klon, es ist ein Klon.

Was haben wir da eigentlich? 90% des Produktes sind nichts weiter als ein gut geschriebener B/X / BEAM-Klon. Soweit in Ordnung. Die Designer haben ein paar Unebenheiten plattgebügelt (ansteigende RK) und Anpassungen vorgenommen. Zeitgeistiges wie Gummipunkte darf natürlich nicht fehlen. Außerdem ist das ganze System auf hotzenplotziges Stimmungsspiel getrimmt (soweit mit dem Ausgangsmaterial möglich), was sich auch im etwas abgewandelten Magiesystem niederschlägt. Hier finden sich dann Elemente wie die Macht des "Wahren Namens" und anderes.